Ratenzahlung

Eine Ratenzahlung ist die Möglichkeit für einen Kreditnehmer sich Investitionen zu leisten, die er über mehrere Monate abbezahlt. In einer monatlichen Rate wird sowohl der Kredit als auch die dazugehörigen Zinsen bezahlt. Vielfach wird die Ratenzahlung für eine Finanzierung von Kraftfahrzeugen oder Möbelstücken verwendet. Bei Vertragsschluss wird festgelegt, wann die Ratenzahlung beginnt und in wie vielen Raten die Schuld beglichen werden soll. Mit der Anzahl der Raten wird gleichzeitig auch die Höhe der raten festgesetzt. Berechnen lässt sich die Höhe, indem die Gesamtsumme durch die Anzahl der Monate geteilt wir. Geht diese Rechnung nicht ganz auf wird im letzten Monat ein abweichender Betrag gezahlt.

Die Zahlung muss in das individuelle Finanzmodell des Nutzers passen. Deshalb ist vorher eine Beratung von einem Fachmann oder mit der eigenen Hausbank empfehlenswert. Sichergestellt werden muss in jedem Fall, dass die monatliche Rate beglichen werden kann. In der Regel gibt es bei Abschluss des Vertrages die Möglichkeit eine Absicherung für den Fall der Arbeitslosigkeit oder Krankheit einzuschließen. In diesem Fall kann der Vertrag dazu auch maximal zwei Monate freigestellt werden.

Der Kaufvertrag beschreibt die Zahlung als eine Teilleistung des Schuldners. Im Normalfall ist der Käufer dazu nicht berechtigt, da das Kaufvertragsrecht vorschreibt, dass der gesamte Kaufpreis sofort fällig ist. Dies legt der § 266 BGB fest.Im täglichen Leben sind Teilzahlungen eine Unterbrechung des Zug-umZug-Prinzips. Beide Vertragspartner sind dadurch zur kompletten Leistung zur gleichen Zeit verpflichtet. ($320 BGB)Rechtlich gesehen gehört dieser Sachverhalt deshalb zum Darlehensrecht. Ein Zahlungsverzug nach § 498 BGB liegt vor, sobald der Kreditnehmer mindestens zwei aufeinanderfolgende Raten von nicht zahlen kann oder will.