Verbraucherkredit

Mit dem Begriff Verbraucherkredit wird eine bestimmte Art von Darlehen bezeichnet, die eine natürliche Person zu rein privaten Zwecken aufnehmen kann. Diese Form des Kredits wird in § 491 des BGB geregelt und unterliegt verschiedenen Bedingungen. Als Beispiel für die Inanspruchnahme eines solchen Darlehens, wäre ein Verbraucher anzuführen, der ein neues Auto oder neue Küchenmöbel benötigt. Er möchte hierzu von der Bank die nötige Finanzierung in Anspruch nehmen. Verbraucherkredite werden auch als Konsumentenkredite bezeichnet, da sie meist dazu dienen, Konsumgegenstände finanzieren.

Zur Abgrenzung von anderen Krediten, müssen Verbraucherkredite den Wert von 200 Euro übersteigen und mit einer Laufzeit länger als 3 Monate ausgestattet sein. Pfandkredite und auch Arbeitgeberdarlehen fallen nicht unter diese Bezeichnung. Wenn eine Privatperson einen Kredit aufnimmt, um eine Existenzgründung zu finanzieren, so kann dies unter die Regelungen des § 491 fallen, sofern die zu finanzierende Summe nicht höher als bei 50000 Euro liegt. Um die Kosten für die Kredite leicht vergleichbar zu machen, eignet sich vor allem der Effektivzins als Vergleichswert. Der Zinssatz eines Kredites richtet sich zum einen, nach dem individuellen Kreditscoring eines Verbrauchers und zum anderen auch nach der Laufzeit. Je länger es dauert, bis ein Kreditinstitut sein Geld vom Kreditnehmer zurückerhält, desto höher wird der Zinssatz für den Kreditnehmer.

Auch für diese Art des Darlehens verlangen Banken bestimmte Sicherheiten. Häufig wird vom Kreditinstitut zu einer Restkreditversicherung geraten. Verbraucherschützer raten jedoch von einer solchen Versicherung ab, da sie häufig für den Verbraucher mit großen Nachteilen verbunden ist. Der Abschluss und die Auszahlung von Konsumentenkrediten erfolgen meist schnell und unkompliziert. Dem Verbraucher wird ein Widerrufsrecht von 2 Wochen eingeräumt.