Zweckgebundenheit

Wenn man von Zweckgebundenheit redet, wird gemeint, dass Daten oder auch bestimmte Geldmittel nur für einen Zweck verarbeitet und eingesetzt werden dürfen. Dabei muss dieser Zweck vertraglich oder auch gesetzlich genau bestimmt sein. Die Zweckgebundenheit ist zugleich auch eine Zweckidentität.

Diese Bindung kurzgesagt, soll einem Kunden oder auch einem Verkäufer etc. die Gewissheit geben, dass Gelder oder andere einflussreiche Objekte nur für einen vorgesehenen Zweck verwendet werden und nicht einer fremden Verwendung dienen. In Gebieten wie etwa dem Bankwesen und Datenschutz wird von dieser Bindung Gebrauch gemacht, da so eine freie Verwendung von Geldern gewährleistet ist und es auch sein muss.

Im Datenschutz beispielsweise wurde 1983 durch das Bundesverfassungsgericht festgelegt, dass personenbezogene Daten nur einem zweckdienlichem Nutzen dienen dürfen. „Daten auf Vorrat zu unbestimmten Zwecken“ dürfen laut Volkszählungsurteil von damals nicht gespeichert werden.
Im Bankwesen ist meistens der Zweck einer Verwendungssumme gemeint. Wenn man also beispielsweise eine Überweisung tätigen möchte, muss man oft angeben warum man diese durchführt. Dabei ist es schlussendlich egal ob es sich um einen Investions-, eine Immobilien- oder einen Konsumkredit handelt.

Möchte man also einen Kredit aufnehmen, oder gibt man persönliche Daten von sich preis, sollte auf einiges geachtet werden. Es sollte sichergestellt werden, dass die angegebenen Daten wirklich nur für explizite Zwecke verwendet werden, für diese sie von Ihnen herausgegeben wurden. Deswegen sollte man die Zweckbindung auch organisatorisch sowie bestenfalls auch technisch sichern. Wenn es nötig ist, sollten die abgegebenen Daten auch protokolliert werden, wenn die Nutzung durch des Eigners der Personendaten im Endeffekt doch nicht seriös erscheint.