Zinsfestschreibungszeit

Was versteht man unter der sogenannten Zinsfestschreibungszeit?

Mit dieser Frage sehen sich bestimmt viele Menschen konfroniert,die nicht sehr vertraut mit dieser – aus dem Banken – bzw. Finanzssektor stammenden – Terminologie sind und die diesen speziellen Begriff vielleicht gerade zum ersten Mal gehört haben. Unter der Zinsfestschreibungszeit versteht man – kurz gesagt – genau den Zeitraum , für den zwischen den beiden Vertragsparteien – also zwischen dem Darlehensnehmer auf der einen und dem Darlehenshmer auf der anderen Seite – ein fester Nominalzinssatz vereinbart wird. Dies sorgt für ein erhebliches Maß an (Planungs-)Sicherheit.

In welchen Bereichen kommt dieses Instrument zum Einsatz?

Zinsfestschreibungen sind sowohl im Zusammenhang mit Kosumentenkreidten als auch im Kontext von Baufinanzierungen gängige Praxis. Übliche Fristen liegen im ersten Fall zwischen 12 und 72 Monaten und die zumeist dazwischen liegenden Zeiräume betragen 24, 36 , 48 und 60 Monate. Im zweiten Fall geht es hingegen um deutlich längere Zeiträume wie beispielsweise (mindestens) 5, 8,10, 12, 15 oder 20 Jahre (was üblicherweise als längster Zeitraum gilt). Allerdings lassen sich individuell – mit Einverständnis der beteiligten Vertragsparteien – auch längere oder kürzere Zinsfestschreibungszeiten vereinbaren.

Klare Vorteile für den Kreditnehmer

Diese ergeben sich aus der verbindlichen Vereinbarung eines festen Zinssatzes, der über eine bestimmte Periode hinweg unverändert bleibt. Das bedeutet nämlich nicht zuletzt ,dass der Kreditnehmer über eine vergleichsweise sichere „Kalkulationsgrundlage“ verfügt und so besser im Hinblick auf zukünftige Investitionen planen und die Chancen und Risiken gegeneinander abwägen kann. So ist der Kreditnehmer nicht (negativ) betroffen, wenn die „Marktzinsen“ steigen. Andererseits aber – und das ist ein eindeutiger Nachteil – kann er dann auch nicht von in diesem Zeitraum sinkenden Zinsen profitieren.