Zahlungsverzug

Ein Zahlungsverzug liegt vor, wenn der Kreditnehmer seine bestehenden Schulden nicht begleichen kann. Sobald die erste Mahnung ansteht, handelt es sich um einen Verzug. Dies kann für den Schuldner erhöhte finanzielle Folgen mit sich ziehen, wenn dieser sich nicht mit dem Gläubiger in Kontakt setzt. Laut BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch), hat der Gläubiger einen Anspruch auf entsprechenden Schadenersatz, wie zum Beispiel durch entsprechende Verzugszinsen. Die finanziellen und rechtlichen Folgen bei einem Verzug werden in einem Mahnverfahren geregelt.

Im geschäftlichen Alltag ist es eine gängige Praxis bei einem Zahlungsverzug dem Geschäftspartner mindestens eine Mahnung zukommen zu lassen, bevor eine konkrete Forderung eingeklagt wird. Eine Klage vor Gericht ist allerdings mit großem Aufwand und zum Teil hohen Kosten verbunden, daher wird häufig auf ein Mahnbescheid zurückgegriffen. Darin enthalten ist die eigentliche Forderung mit fälligen Verzugszinsen und der Ankündigung auf weitere rechtliche Schritte. Je größer der Druck auf den Schuldner ausfällt, umso eher wird der fällige Betrag dann bezahlt. Bei kleineren Beträgen wäre ein Gang vor Gericht für den Gläubiger häufig viel teurer als die eigentliche Forderung. Durch gesetzliche Bestimmungen wurde der Druck erhöht, fällige Rechnungen pünktlich zu zahlen, ohne dass der Schuldner oder Gerichte damit unnötig belastet wird. Dazu wurden konkrete Parameter geregelt, die nicht in einer gerichtlichen Auseinandersetzung enden müssen.

Diese verschärften Bedingungen im Bereich des Zahlungsverkehrs gelten für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen, dazu zählen auch bestehende freie Berufe. Eine finanzielle Verschlechterung für den Gläubiger ist nur dann möglich, wenn dazu eine eindeutige sachliche Begründung vorliegt. Zudem gelten die allgemeinen Einkaufsbedingungen.