Zahlungsanweisung

Eine Zahlungsanweisung, auch Geldanweisung genannt, ist ein Auftrag eines Bankkunden an das Kreditinstitut, jemand anderem einen bestimmten Betrag auf dessen Konto zu überweisen. In der Regel dauert dieser Vorgang vom Eingang des Auftrages bis zur Ausführung seitens des Kreditinstitutes zwei bis drei Tage, da dies auf elektronischem Wege passiert. Es gibt auch Zahlungsanweisungen, die zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ausgeführt werden sollen und vorab beauftragt werden. Dies kann zwei oder drei Wochen vor Auftragsausführung sein oder auch einen Monat. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Überweisung ist, dass bei einer Zahlungsanweisung zumeist Bargeld des Auftraggebers direkt bei der Bank eingezahlt wird. Wenn der Betrag nicht auf ein Empfängerkonto überwiesen werden soll, weil dieser unter Umständen keines besitzt, dann wird ihm das Geld mittels Formular zugeschickt. Dieses Formular legt der Empfänger bei einer Postbank oder einem Kreditinstitut vor, um das Geld ausbezahlt zu bekommen.

Eine Zahlungsanweisung ähnelt einem Scheck, ist aber rechtlich gesehen keiner. Das liegt daran, dass Zahlungsanweisungen als Bargeld betrachtet werden. Sie werden unterschiedlich eingesetzt. In der Regel erfolgen sie dann, wenn der Empfänger kein Konto besitzt oder dessen Bankverbindung unbekannt ist. Einige Versicherungen arbeiten ebenfalls mit Zahlunganweisungen, die sie von ihren Kunden erhalten. Häufig werden auch Zahlungen ins oder vom Ausland per Zahlungsanweisung angewiesen.

Zahlungsanweisungen haben kein Limit. Das bedeutet, der Auftraggeber kann beliebig viel Geld zum Auszahlen anweisen. Dies gilt nicht nur für den Euro, sondern ist in sämtlichen Währungen möglich. Ebenso wenig haben sie ein Ablaufdatum. Wichtig ist, dass eine Zahlungsanweisung unwiderruflich ist. Dies gilt auch, wenn der angegebene Betrag noch nicht vom Konto des Auftraggebers abgebucht wurde. Sollte jedoch das Rechtsgeschäft sittenwidrig sein, dann gilt der Anspruch nicht.