Widerrufsrecht des Kreditnehmers

Bei abgeschlossenen Verträgen (beispielsweise ein Immobilienkredit) oder Käufen haben die Verbraucher trotzdem die Möglichkeit sich aus bestehenden Verträgen zu lösen. Das Widerrufsrecht des Kreditnehmers besteht darin, dass der Kunde seinen Vertrag widerrufen kann.
Normalerweise herrscht in Deutschland das Prinzip von „pacta sunt servanda“, sprich dass alle geschlossenen Verträge einzuhalten sind. Durch das Widerrufsrecht des Kreditnehmers kann diese Treue des Vertrages jedoch auch aufgelöst werden. Für alles gibt es sozusagen auch Ausnahmen.
Bei dem Widerruf muss der Kunde dem Händler gegenüber auch nicht eindeutig erklären wieso er so handelt, denn das Recht zu widerrufen ist laut Gesetz gültig.

Jedoch hat der Verbraucher auch nicht ewig Zeit, sondern hat eine gesetzliche Frist von zwei Wochen, manchmal auch bis zu einem Monat. Dieser Zeitraum hängt aber auch von der Situation und Lage ab.
Die Frist beginnt immer ab dem Tag, an dem der Kunde alle seine bestellten Waren auch wirklich vollständig erhalten hat.

Laut Gesetzgeber gilt dieses Widerrufsrecht für alle Geschäfte die beispielsweise über ein Telefon, über das Internet oder auch über eine E-Mail abgeschlossen wurden. Natürlich bestätigen aber auch Ausnahmen die Regel. So können maßangefertigte Waren wie etwa Anzüge oder Kleider, sowie Lebensmittel, aber auch Zeitungs- bzw Zeitschriften-Lieferungen nicht widerrufen werden, außer es handelt sich in dem Fall der Lieferung um ein Abonnement.

Ob Sie Ihre Ware widerrufen können, sollten Sie schon vor Beginn der Bestellung klären oder sich informieren. Denn man weiß ja nie, wie die Ware ankommt oder sie den eigenen Erwartungen entspricht. Achten Sie zudem auf die Produktkategorie Ihrer Ware, denn nicht alles, können sie zurückgeben und widerrufen.