Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht bevollmächtigt (nach dem deutschen Recht) jemanden, für eine andere Person, welche in einer Notfallsituation ist, dessen Aufgaben (in finanziellen, organisatorischen oder medizinischen Angelegenheiten) komplett oder teilweise zu übernehmen. Mit dieser Vollmacht wird der nun Bevollmächtige zu einem Vertreter im Willen, er spricht und entscheidet nun also für den Vollmachtgeber.

Dieser Auftrag, ein Dokument, ist rechtlich gesehen aber nur eine Willenserklärung. Sie ist jedoch nicht zu verwechseln mit einer Patientenverfügung. Bei dieser wird angeordnet, was der Bevollmächtigte zu tun hat, wenn der Auftraggeber einer Geschäfts- oder auch Einwilligungs-Unfähigkeit unterliegt. Bei der Vorsorgevollmacht wiederum wird per Auftrag festgelegt, welche Aufgaben oder Handlungen der Bevollmächtigte für den Auftraggeber in seinem Namen ausführen soll. Dabei bleibt jedoch die Art und Weise des Handelns des Bevollmächtigten bei der Festsetzung seiner Entscheidungen offen.

Insgesamt können auch Rechtsgeschäfte, die Pflegebedürftigkeit einer Person, die Post oder auch die Wohnungsangelegenheiten übernehmen. Geschäfte im Bereich der Bank oder im Recht (er darf beispielsweise kein Vermögen des Auftraggebers auf sich selbst beziehen) dürfen nicht vom Bevollmächtigten getroffen werden. Vorteile sind im Bereich von finanziellen Transaktionen zu sehen. Er hat beispielsweise den kompletten Zugriff auf das Vermögen des Vollmachtgebers und kann so zu dessen Vorteil das Kapital an spätere Erben transferieren und somit auch Steuern einsparen. Es ist außerdem möglich, eine Vollmacht so auszustellen, die nach den Bedürfnissen einer Person gestaltet werden kann. Deswegen ist es auch einfach, diese wieder zu widerrufen zu lassen.

Zu einem Bevollmächtigten sollte somit meist am Besten der Ehepartner oder ein Verwandter ersten Grades gewählt werden.