Vollstreckungsbescheid

Bei einem Vollstreckungsbescheid handelt es sich um einen Bescheid, der innerhalb eines Mahnverfahrens stattfindet. Erhält man einen solchen Bescheid, so deutet dies daraufhin, dass der jeweilige Gläubiger seine offene Forderung per Zwangsvollstreckung einholen darf. In den meisten Fällen ist damit gemeint, dass ein Gerichtsvollzieher bei den verschuldeten Personen auftaucht, um die offenen Schulden in Form von Pfändungen einzuholen. Natürlich hat man als Betroffener aber auch in diesen Fällen noch Handlungsmöglichkeiten und ebenso kommt es zu einem Vollstreckungsbescheid nicht ohne Weiteres.

Was passiert im Vorfeld?

Bevor es zu einem solchen Bescheid kommt, erhält man als Schuldner in der Regel mehrere Schreiben und Zahlungsaufforderungen. Reagiert man auf diese nicht und beglicht die offenen Schulden ebenfalls nicht, so geht dies weiter an einen Gerichtsvollzieher. Dieser arbeitet dann mit dem jeweiligen Amtsgericht zusammen, wo ein Mahnbescheid beantragt wird. Reagiert man auf diese wieder nicht oder kommt den Forderungen nicht nach, so folgt nach den Mahnbescheiden der entsprechende Bescheid zur Vollstreckung. Erhält man einen solchen Bescheid, so ist es ratsam sehr schnell zu handeln, da der nächste Schritt sich auf die eigentliche, in dem Bescheid angeordnete Zwangsvollstreckung bezieht.

Die nächsten Schritte

Bei einer Zwangsvollstreckung ist man als Schuldner mit Dingen wie einer Kontopfändung, Sachpfändung oder auch Lohnpfändung konfrontiert. Als nächster Schritt steht dann noch die Vermögensauskunft an. Früher nannte man diese auch eidesstattliche Versicherung, die das Ziel hat, den tatsächlichen Vermögensstand des Schuldners offen zu legen. So kann gerichtlich ermittelt werden, was bei dem Schuldner gepfändet werden kann. Verweigert man eine solche angeordnete Vermögensauskunft, so endet dies in aller Regel mit einem Haftbefehl.