Verzugszinsen

Wenn eine Geldschuld vorliegt, können dazu Verzugszinsen berechnet werden. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht dazu fünf Prozent über dem normalen Basiszinssatz vor. Ein solcher Verzug liegt vor, wenn eine bestehende Forderung nicht zum vereinbarten Zeitpunkt beglichen wurde. Wenn eine Rechnung zum dritten eines Monats bezahlt werden soll, beginnt der Verzug ab dem vierten Tag. Dabei gerät der Schuldner in eine Entgeltforderung. Verzugszinsen können dann fällig werden, wenn ein Mahnbescheid oder auch eine Klage eingereicht wurde. Wichtig ist dabei, dass die jeweilige Forderung ohne ein Einreden vom Schuldner vorliegt.

Fällige Zinsen lassen sich mit einem Zinssatz und die Anzahl der Tage berechnen. Dazu müssen die Tage des Verzugs durch 365 geteilt werden. Bei einem Verzug von 210 Tagen, ergibt sich darauf ein Wert von 0,575. Dieser Wert wird mit der Höhe der Zinsen multipliziert. Der Endwert in Prozent kommt dann zu der fälligen Forderungssumme dazu. Für die Berechnung von Verzugszinsen sind der genaue Betrag, der Zinssatz und der Beginn, wie auch das voraussichtliche Ende vom Zeitraum entscheidend. Wenn der Schuldner in der Zwischenzeit eine Teilzahlung unternommen hat, reduziert sich die Schuld.

Als Orientierung für den Zinssatz gilt der aktuelle Basiszins. Eine Aktualisierung wird von der Deutschen Bundesbank in bestimmten Abständen vorgenommen. Wenn der Schuldner durch eine mangelnde Zahlungsfähigkeit in einen Verzug geraten ist, muss die Berechnung für die jeweiligen Tage genau berechnet werden. Besonders bei hohen Summe, können die fälligen Zinsen für manche Schuldner ein großes Problem darstellen. Ein Aufschlag von Zinsen ist sowohl bei Privat-, wie auch Geschäftskunden durchsetzbar, sobald ein Zahlungsverzugs vorliegt.