Variabler Zins

Man möchte beispielsweise einen Immobilienkredit bei seiner Bank abschließen, weiß jedoch nicht ob man sich für einen festen oder einen variablen Zinssatz entscheiden soll. Doch worin bestehen denn die eigentlichen Vor- bzw Nachteile bei einem variablen Zins?

Jährlich wird dieser Zinssatz auf der Basis eines Referenzindexes (der Euribor) gebildet. Die monatliche Zinsrate passt sich dann dem Zins an, je nach Steigung oder Abfall.

Vorteilig ist, dass Rückzahlungen die im Vorhinein getätigt werden, ohne Strafgebühren zurück gezahlt werden können. Wenn der Kreditnehmer momentan also mehr finanzielle Mittel zur Verfügung hat, kann die Laufzeit des Kredites verkürzt bzw die monatliche Rate verringert werden.

Anfangs ist diese Art von Zinssatz immer am niedrigsten, vergleicht man ihn mit einem Kredit mit einem festen Prozentsatz. Er soll den Kreditnehmern mehr Flexibilität bieten, wenn diese beispielsweise mitten in dem Bau oder auch Umbau einer Immobilie stecken. Je nach Fortschritt der Bauarbeiten zahlt die Bank und somit müssen die Kunden keine unnützen Zinsen zahlen, wenn sie das Geld überhaupt nicht nutzen.

Trotzdem bietet diese Art auch ein enormes Risiko. Wenn die Zinsen ansteigen, kann er anfangs aufgenommene Kredit auch teurer werden. Heutzutage gibt es zwar Zinssätze mit einer Obergrenze, aber wenn der Zins ansteigt, kann es trotzdem zu bösen Überraschungen für den Kunden kommen mit denen er bei Abschluss des Kredites nicht gerechnet hätte.

Wenn man jedoch eine starke Flexibilität braucht, ist der variable Zins dennoch die beste Wahl. Wenn sich die finanziellen und auch die berufliche Situation künftig ändern werden passt dieser Kredit bzw. diese Finanzierung am besten zu einem.