Valutierung

Der Begriff Valutierung findet Verwendung in der Finanzsprache und bezeichnet die Wertstellung von Buchungen. Gemeint ist das Datum, an welchem eine Belastung oder Gutschrift wirksam wird. An diesem Tag beginnt auch die Zinsrechnung. Da Buchungen häufig schon auf dem Kontoauszug zu sehen sind, der Tag der Wertstellung jedoch ein anderer sein kann, ist es wichtig hier genau hinzusehen. Unter Umständen sind Beträge, die zwar gebucht, aber noch nicht valutiert sind, erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar. Dies kann zur Konsequenz haben, dass für die vorzeitige Verfügung Zinskosten anfallen.

Wichtig ist der Begriff der Valutierung auch in Bezug auf Darlehen. Hier bezeichnet das Valutadatum den Tag, an dem der Kredit ausgezahlt wird. Ab dem Tag der Valutierung, beginnt auch die Zinsrechnung auf den Kreditbetrag. Die Wertstellung eines Immobiliendarlehens ist häufig an verschiedene Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel die Stellung bestimmter Sicherheiten. Die Eintragung einer Grundschuld bzw. die Bestätigung dieser, durch einen Notar, kann eine solche Bedingung sein. Das Valutadatum eines Darlehens, also der Tag, an dem der Kreditnehmer über den Geldbetrag verfügen kann, ist auch der Tag, an dem die Grundschuld in Höhe des Auszahlungsvertrags valutiert wird.

Im Kreditwesen ist auch der Valutenstand eine gängige Bezeichnung. Mit Valutenstand, wird der verbleibende Wert eines Darlehens angegeben, der nach begonnener Rückzahlung noch zu tilgen ist. Im Finanzwesen werden Geschäfte nach dem Zeitraum der Wertstellung unterschieden. Wenn die Wertstellung eines Betrags innerhalb von zwei Geschäftstagen stattfindet, so wird dies als Kassageschäft bezeichnet. Liegt ein längerer Zeitraum bis zur Wertstellung vor, so spricht man von Termingeschäften.