Valuten

Was sind Valuten?

Valuta ist das Singular. Im Finanzwesen meint er das Datum der Wertstellung einer Zahlung. Oft ist dafür Valutierung benutzt. Allgemein und besonders aus dem Sprachgebrauch der DDR ist die Bedeutung Sammelbegriff für fremdstaatliche Währungen.

Wo kommen Valuten vor?

Eine andere alternative Bezeichnung ist Valutadatum. Zu diesem Termin wirkt die Zahlung. Der Termin löst die Zinsberechnung aus. Bei einem Kredit sind dies also die vereinbarten Tage, an denen die Rate gebucht sein soll. Bleibt eine Rate aus, so setzt der Verzug ein und ein Verzugszins wird, falls vereinbart, in Rechnung gestellt. Unter Kaufleuten bezeichnet Kassageschäft im Deutschen, dass das Valuta binnen zwei Geschäftstagen befriedigt wird. Sonst handelt es sich um ein Termingeschäft. In BGB Paragraf 676g ist deshalb für Kreditinstitute festgelegt, dass die Wertstellung an dem Tag erfolgen muss, an dem das Geld eingezahlt wurde. Bei manchen Kreditinstituten kann ein Konto in Bezug auf die Wertstellung überzogen werden. Der Kontoinhaber oder Kreditnehmer hat dann dafür Zinsen zu zahlen. Für die Vermeidung von Nachteilen etwa durch Zinsberechnung hat das Valuta am Tag des Eingangs des Geldes ausgeführt zu werden.

Was gibt es noch zu Valuten zu sagen?

Die andere Bedeutung aus dem internationalen Handel und Zahlungsverkehr bezeichnet als Valuta ein ausländisches Zahlungsmittel. Ein Valutapapier ist ein Wertpapier in ausländischer Währung, welches im Markt des Landes, in dem man sich befindet, gehandelt wird. Wertstellung, Valuta, Valutadatum, Wertstellungsdatum sind ein vertraglich vereinbartes Kalenderdatum, an welchem der Geldeingang gebucht werden muss. Eine Gutschrift oder Belastung ist wirksam oder zinswirksam mit diesem Termin.