Treuhandauszahlung

Was ist eine Treuhandauszahlung?

Diese Art der Auszahlung kommt dann vor, wenn beide Parteien eines Vertrages die zuvor festgelegten Bedingungen erfüllt haben. Die finanziellen Mittel für diese Auszahlung werden einem Notar oder einem Rechtsanwalt anvertraut. Das dazugehörige Konto wird Notaranderkonto genannt und die berechtigte dritte Person besitzt einen Zugriff auf dieses Konto. Dieses Konstrukt soll vermeiden, dass bei einem Vertrag der eine Geschäftspartner die Bedingungen erfüllt, der andere hingegen nicht. Die dritte Person, auch Treuhänder genannt, kann in einer Situation die Auszahlung dann verhindern.

Wo kommt eine Treuhandauszahlung vor?

Diese Auszahlungen kommen vor allem bei Kreditgeschäften und Immobiliengeschäften vor und sichern die gegenseitige Pflichterfüllung ab. Somit kann der Kreditgeber veranlassen, dass die Darlehenssumme erst dann ausgezahlt wird, wenn der Eintrag in das Grundbuch vorgenommen wurde. Damit wären dann alle Bedingungen erfüllt und der Treuhänder kann die Summe auszahlen. Der Darlehensnehmer kann das Notaranderkonto als Absicherung dafür verwenden, das er die Summe in näherer Zukunft erhalten wird. Somit ist es möglich, den Bau eines Gebäudes bereits vor der Auszahlung der finanziellen Mittel zu veranlassen.

Was gibt es noch über eine Treuhandauszahlung zu sagen?

Auch Banken benutzen dieses System für den Austausch finanzieller Mittel. Das System ist bei einer solchen Übergabe dasselbe. Wenn eine Bank einen besicherten Kredit an eine andere abgeben möchte, so richtet sie ein Treuhandkonto ein. Auf dieses wird dann die Summe übertragen und nach Austausch der Sicherheiten wird die Summe ausgezahlt. Dieser Vorgang wird auch als Umschuldung betitelt und kommt bei einer Anschlussfinanzierung vor. Wird die Grundschuld bei dem alten Kreditinstitut getilgt, so muss diese gelöscht werden.