Tilgungsfreijahre

Was sind Tilgungsfreijahre?

Kreditnehmer der KfW-Bank und der Deutschen Ausgleichsbank und vergleichbarer Banken kennen Kreditangebote mit einem Laufzeitanteil ohne Tilgung. Die Deutsche Ausgleichsbank bietet in ihren Umweltprogrammen Kredite an bei denen in einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren zwei Jahre tilgungsfrei sein dürfen und bei Laufzeiten zwischen zehn und zwanzig Jahren drei Jahre keine Tilgung zu haben brauchen. Die Annuitäten bleiben in diesen tilgungsfreien Jahren weiter zu zahlen. Es sind Kredite bis zu 75 Prozent des Investitionsbetrags, bei KMU sogar bis zu 100 Prozent, die auch endfällig möglich sind und ein viertel Prozent monatliche Bereitstellungsprovision bei einem einstelligen jährlichen Zinssatz. Die Zahlungen der Raten sind halbjährlich zu leisten. Die Kreditlaufzeiten orientieren sich an den fiskalen Abschreibungszeiten. Die Kreditbeträge dürfen zehn Millionen Euro nicht überschreiten. Dies ist ein typischer Kreditvertrag aus dem Bereich Contracting der öffentlichen Darlehen.

Wo kommen Tilgungsfreijahre vor?

Sie kommen bei öffentlichen Darlehen vor. Dies können Darlehen bei der KfW, der DtA oder auch europäischen Finanzierungsprogrammen sein wie dem ERP. Finanziert werden besonders oder nur in politischen Interessen liegende Vorhaben. Dies kann bereits der ökologische Hausbau oder Hausumbau sein, aber auch Rückbau von Kernkraftanlagen, Bau und Betrieb von Entsorgungseinrichtung speziell, wenn sie ökologischeren Anforderungen genügen. Dabei bekommen Gründungen und Unternehmen solche Kredite mit Freijahren von der Tilgung, die nur Zulieferer von Einrichtungen mit besonderem gesellschaftlichen Interessen sind. Dies erweitert den Kreis Bezugsberechtigter erheblich.

Was gibt es noch zu Tilgungsfreijahre zu sagen?

Die Jahre ohne Tilgung sind ein Angebot und keine Verpflichtung. Sie bieten kurzfristig eine Kapitalerhöhung, langfristig mehr Kreditkosten.