Pfändungstabelle

Worum handelt es sich bei einer Pfändungstabelle?

Wenn ein Schuldner seine Forderungen nicht mehr begleicht, muss der Gläubiger sehen, wie er auf gesetzlichem Weg an sein Geld kommt. Dazu muss er sich zunächst einen Titel verschaffen. Dabei handelt es sich um ein gerichtliches Urteil oder um einen Vollstreckungsbescheid. Wenn ein Titel in vollstreckbarer Ausfertigung vorliegt, kann der Gläubiger durch einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zum Beispiel das Gehalt des Schuldners pfänden. Dieses ist natürlich nur in einem bestimmten Rahmen pfändbar. Die Pfändungstabelle gibt an, welcher Betrag dem Schuldner verbleiben muss. Man spricht dann auch von dem pfandfreien Betrag. Dieser Betrag richtet sich nach der Höhe des Einkommens und den Unterhaltspflichten, die ein Schuldner hat.

Für wen ist die Pfändungstabelle von Bedeutung?

Einmal gibt sie dem Schuldner selbst Auskunft. Er weiß dann, welcher Betrag im monatlich verbleibt, wenn sein Einkommen gepfändet wurde. Das ist natürlich auch für den Arbeitgeber wichtig. Die Tabelle macht diesem als Drittschuldner klar, welchen Betrag er monatlich an den Gläubiger abführen muss, bis die Forderung einschließlich Kosten und Zinsen bezahlt ist. Gerade kleinere Betriebe haben so einen guten Anhaltspunkt. Neben der Tabelle spielen auch andere Aspekte eine Rolle. Das gilt zum Beispiel dann, wenn der Schuldner Urlaubs- oder Weihnachtsgeld erhält. Auch für diese Fälle schreibt der Gesetzgeber vor, welcher Betrag gepfändet werden darf.

Im Rechtsverkehr ist es immer wichtig, dass man sich an die bestehenden Vorschriften hält. Eine Tabelle kann eine große Erleichterung sein und ist in viele Programme der Lohnbuchhaltung eingearbeitet. Dann macht man nichts falsch.