Pfändungsfreigrenze

Sofern ein Verbraucher überschuldet ist, kommt es in vielen Fällen zu einer Pfändung. Die Pfändungsfreigrenze gilt auch bei einer Privat-Insolvenz, es wird zwar Vermögen und Einkommen gepfändet, allerdings immer nur bis zur Pfändungsfreigrenze. Jeder Verbraucher kann einen gewissen Teil seines Einkommens behalten, denn der Schuldner muss ja seinen Lebensunterhalt auch weiterhin bestreiten können. Wie hoch die Pfändungsfreigrenze liegt, kann man den aktuellen Pfändungstabellen entnehmen. Hier ist die Höhe des pfändbaren Einkommens genau definiert, dieser Anteil richtet sich immer nach der Zahl der unterhaltspflichtigen Kinder und nach dem Einkommen der betroffenen Person.

Das Existenzminimum ist gewahrt

Die sogenannte Grundsicherung muss dem Schuldner immer bleiben, der Gläubiger kann also nur einen gewissen Betrag pfänden. Der Schuldner kann trotz einer Lohn- oder Gehaltspfändung über einen Teil des Geldes frei verfügen. Die Pfändungsgrenze ist gesetzlich geregelt und wird ständig der Inflation angepasst.

Der Gläubiger erhält also Zugriff auf das Vermögen und Einkommen des Schuldners, aber eben nur auf einen gewissen Teil. Damit kann er seine Ansprüche befriedigen, der pfändungsfreie Betrag steht dann dem Schuldner zur freien Verfügung. Miete, Lebensmittel, usw. können auch bei einer Pfändung nach wie vor gekauft werden. Wie viel gepfändet werden darf, hängt natürlich von den unterhaltspflichtigen Personen ab und vom Einkommen. Wie hoch der pfändbare Betrag ist, kann man auf der Seite vom Bundesministerium für Justiz nachlesen. Normalerweise wird dieser Pfändungs-Betrag alle zwei Jahre an die aktuelle Kaufkraft angepasst. Er erhöht sich um einige Prozent-Punkte. Auch wenn eine Person überschuldet ist, bleibt noch genug Geld zum Leben übrig. Der überschuldete Verbraucher kann also seinen Lebensunterhalt decken.