Pfändung

Was ist eine Pfändung?

Diese Definition beschreibt eine Situation, in welcher der Schuldner die Zahlungen an den Gläubiger nicht mehr zahlen kann. Dieser besitzt nun das Recht, mithilfe einer vom Gericht abgesegneten Zwangsvollstreckung seine Forderungen einzutreiben. Das hierfür benötigte Dokument ist ein sogenannter Vollstreckungsbescheid. Dieser ist notwendig, um die Zwangsvollstreckung durchzuführen. Der Gläubiger kann bei einer solche Vollstreckung alle beweglichen Sachen des Schuldners übernehmen, welche nicht der unpfändbarkeit unterliegen. Das Eintreiben der Pfandobjekte beschränkt sich jedoch nicht nur auf bewegliche Sachen. Auch Wertpapiere oder Ansprüche auf Vermögenswerte können eingezogen werden.

Wo kommt eine Pfändung vor?

Das Einziehen von Besitztümern des Schuldners kommt immer dann vor, wenn dieser nicht mehr in der Lage ist seine Schulden zu tilgen. Damit der Gläubiger dennoch wenigstens teilweise seine Kreditauszahlungen wieder zurückbekommt, kann er die Besitztümer des Schuldners verpfänden. Durchgeführt wird eine solche Verpfändung meistens in der Wohnung des Schuldners. Ein Gerichtsvollzieher oder ein Vollziehungsbeamter durchsuchen hierbei die Wohnung und definieren, was als lebensnotwendig deklariert wird und was verpfändet werden kann. Oft fokussieren sich die Vollstrecker bei einer solchen Durchsuchung auf neue und teure Gegenstände, die den Aufwand einer Durchsuchung aufwiegen und die Schuldenlast senken können.

Was gibt es noch über eine Pfändung zu sagen?

Seit 2012 ist es möglich, dass eine natürliche Person bei einer Bank ein Pfändungsschutzkonto einrichten kann. Mithilfe eines solchen Kontos, können nur noch bestimmte gesetzlich vorgeschriebene Sperrungen vorgenommen werden, welche erst ab einer vordefinierten Summe greifen. Es ist somit möglich einen gewissen Geldbetrag vor einer Verpfändung zu bewahren. Pro Person ist jedoch nur die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos erlaubt.