Partiarisches Darlehen

Was ist ein Partiarisches Darlehen?

Dieses Darlehen heißt Beteiligungsdarlehen. Es ist in Paragraf 488 BGB geregelt. Partiarisch bedeutet vom Gewinn abhängig. Der Betrag zwecks Bereitstellung von Darlehen ist ein Anteil am Gewinn oder dem Umsatz des Unternehmens oder Geschäfts, zu dessen Finanzierung des Darlehens bewilligt worden ist. Der Paragraf erlaubt eine Verzinsung, der Hauptteil muss aus der Beteiligung am Gewinn erfolgen. Dieses Darlehen ist von der stillen Beteiligung zu unterscheiden. Der Darlehensgeber trägt kein unternehmerisches Risiko, hat keine Mitsprache. Es liegt keine gemeinsame Absicht vor und das Darlehen ist üblich abgesichert mitsamt des gewinnabhängigen oder umsatzabhängigen Darlehensertrags des Darlehensgebers.

Wo kommt Partiarisches Darlehen vor?

Dieses Darlehen steht in Konkurrenz zur Einbringung von Eigenkapital und damit zur stillen Beteiligung, die ebenfalls ohne unternehmerischen Einfluss aber mit dem Genuss einer Gewinnbeteiligung oder Umsatzbeteiligung erfolgt. Eine beliebte Variante ist das Crowdinvestment, welches allerdings auf viele Kleinanleger abzielt, die eine größere Summe zusammenbringen.

Was gibt es noch zu Partiarisches Darlehen zu sagen?

Wichtig ist bei beiden Investments Darlehen, der hier behandelten Art, oder Einbringung von Eigenkapital, dass eine Beteiligung am Gewinn oder dem Unternehmensverkauf erfolgt. Die Investments zeitlich begrenzt oder unbegrenzt erfolgen. Gemeinsam ist ein Recht auf Information über die Unternehmenslage, die sich weitgehend aus Gesetzen ergibt, nach denen die Verträge abgeschlossen werden dürfen. Problem des Darlehens nach diesem Prinzip sind die Nachrangigkeit bei Liquiditätsproblemen des Unternehmens, die eigentlich nur verzögernde Wirkung hat, aber im schlimmsten Fall zu Verlusten führt. Es bestehen keine Mitbestimmungsrechte aber eine vorrangige Befriedigungsberechtigung aus den Gewinnen und dem Verkauf.