Organkredit

Was ist ein Organkredit?

Diese spezielle Art des Kredites beschreibt eine Kreditvergabe an Personen, welche in enger Beziehung zu dem Kreditunternehmen stehen. Gemeint sind damit vor allem Geschäftsleiter, Prokuristen und Mitglieder des Aufsichtsorgans. Aufgrund der engeren Beziehung zu dem Kredit gebenden Unternehmen werden diese Kreditformen strenger reguliert als andere.

Wo kommt ein Organkredit vor?

Eine solche Kreditform kommt nur dann vor, wenn Kreditgeber und Kreditnehmer eine engere Verflechtung aufweisen, als es normalerweise üblich ist. Es ist dabei egal, ob es sich um eine juristische Person, oder um eine natürliche Person handelt. Beide sind berechtigt, einen solchen Kredit anzunehmen. Diese Kreditform unterliegt strengen Regularien. Diese sind notwendig, da die Kreditnehmer Einfluss auf das Kreditunternehmen ausüben könnten. Durch diesen Vorteil ist es denkbar, dass diese sich marktunübliche Konditionen beschaffen. Um das zu verhindern, wird ein solcher Kredit nur vergeben, wenn eine Mehrheit des Aufsichtsorgans oder der Geschäftsleitung diesem Vorhaben zustimmt. Die Meldung einer solchen Kreditanfrage ist in der heutigen Zeit jedoch keine Pflicht mehr.

Was gibt es noch über den Organkredit zu sagen?

Das Kreditwesengesetz regelt die genaueren Bedingungen für einen solchen Kredit. Sie definieren unter anderem, wer als eine Person gilt, welche eine engere Vernetzung zum Kreditunternehmen hat. Auch wenn ein Kredit bereits angenommen wurde, so kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht immer noch eine Obergrenze einführen, an welche sich das Kreditunternehmen halten muss. Kredite, welche unter einer Summe von 50000 Euro liegen werden als Bagatellkredite angesehen. Diese Kredite unterliegen nicht der strengen Kontrolle, auch wenn die Kredit nehmende Person mit dem Kreditgeber enger verflechtet ist.