Nominalbetrag

Was ist der Nominalbetrag?

Der Begriffsinhalt ist im Kreditwesen anders als beim Wertpapierhandel oder im Zahlungswesen. Synonym sind der Nominalwert, der Nennbetrag und der Nennwert. Bei Krediten kommt synonym der Bruttokreditbetrag dazu. Er umfasst den Nettokreditbetrag und alle enthaltenen Kreditnebenkosten. Bei Baufinanzierungen ist ebenfalls der Bruttokreditbetrag synonym. Auf ihn berechnet der Kreditgeber Zins und Tilgungsrate sowie den Abschlussbetrag. Bei Aktien oder Anleihen ist dies der benannte Nennwert. Er ist auf den Urkunden zum Eigentum der Aktie vermerkt. Er ist der Aktienanteil am kompletten Grundkapital einer AG. Die Addition jedes Nennbetrages ergibt das Grundkapital der AG. Für Aktien gilt ein Mindestnominalbetrag über einem Euro. Per Gesetz ist bei Zahlungsmitteln der Nennbetrag festgeschrieben. Bargeld hat stets den auf ihm angegebenen Wert. Bei gebuchten Zahlungsmitteln gilt ausschließlich der Nennbetrag.

Wo kommt der Nominalbetrag vor?

Er kommt bei Kredit, Wertpapieren oder Zahlungsmitteln vor. Allgemeiner gefasst ist der Nennwert in der Wirtschaft der in Realgeld repräsentierte Wert als Zahl oder Zahlwert von Wirtschaftsgütern. Voraussetzung ist stets dafür, dass das Geld auch tatsächlich einen wirtschaftlichen Wert darstellt. Dazu hat die staatliche Finanzhoheit etabliert zu sein und zu funktionieren und es braucht ein Banksystem, welches die Stabilität des Geldwertes sichert.

Was gibt es noch zum Nominalbetrag zu sagen?

Der Kreditnehmer erhält vom Kreditgeber in Folge des Kreditabschlusses einen Auszahlungsbetrag, der kleiner ist als der Nennbetrag. Ein Kreditwunsch ist auf den Auszahlungsbetrag festzulegen. Die Ausgabe nominalbetragsloser Aktien ist seit Euro-Start erlaubt. Für Anleihen erhält der Eigentümer den Nennbetrag gezahlt. Er ist unterscheiden zum Kursbetrag einer Aktie oder Anleihe.