Nettodividende

Was ist Nettodividende?

Diese Dividende ist die Bruttodividende nach Abzug der pauschalen Abgeltungsteuer, des Solidaritätszuschlags und möglicherweise der Kirchensteuer. Die Abgeltungsteuer trat 2009 an die Stelle der Spekulationssteuer. Sie ist das Netto von Kapitalerträgen. Die neue Regelung kennt keine Fristen mehr, sobald die Kapitaleinkünfte über den Sparerfreibetrag steigen. Das Netto der Dividende ergibt sich aus der ausgezahlten Dividende, nachdem die verschiedenen Steuern und Beiträge abgezogen worden sind. Ein anderes Berechnungskonzept bezieht die Körperschaftssteuer mit ein. Die Bardividende ist die Bruttodividende ohne Körperschaftssteuer. Von ihr ist der Solidaritätszuschlag und die Kapitalertragssteuer abzuziehen und möglicherweise die Kirchensteuer. Dann ergibt sich das Netto der Bruttodividende. In diesem Vorgehen hat ein Anleger nur rund sechzig Prozent der Bruttodividende für sich. Für die Einkünfte aus Dividende ist ein Freistellungsauftrag bei rechtzeitiger und ordentlicher Antragstellung möglich.

Wo kommt Nettodividende vor?

Sie kommt bei den Dividendenscheinen von Aktiengesellschaften vor. Im Aktiengesetz tritt Dividende als Begriff nicht auf, dort steht in Paragraf 174 Absatz 2 Nr. 2 der Begriff auszuschüttender Betrag. Andere Kapitalgesellschaften, GmbH oder alle Arten der Genossenschaft kennen Gewinnausschüttungen.

Was gibt es noch zu Nettodividende zu sagen?

Das Netto der Dividende wird wie diese in Währungseinheit pro Aktie benannt. Bisweilen kann der Prozentsatz des Aktiennennwertes angegeben sein. Die gesamte Dividende der Dax-gelisteten Unternehmen beträgt rund 28 Milliarden Euro jährlich. Anleger bewerten Aktie nach der Dividendenrendite aus gesamter Dividende und der Dividendenpolitik einer Aktiengesellschaft. Aktiengesellschaften verteilen ihre Dividenden übers gesamte Jahr hinweg. Einen Überblick, wann welche Aktiengesellschaft ihre Auszahlung vornimmt, bietet der Dividendenkalender DAX fürs laufende Jahr.