Kreditmarkt

Was ist der Kreditmarkt?

Der Kreditmarkt besteht aus dem (langfristig orientierten) Kapitalmarkt und dem (sich kurzfristig entwickelnden) Geldmarkt. Damit wird also jener monetäre Teilmarktbereich eines Finanzmarktes angesprochen, der sich ausschließlich um die Vergabe und das Abschließen von Krediten und ihren Verträgen sorgt. Objekt des Kreditmarktes sind also alle individuellen, abgeschlossenen Kreditverträge zwischen zwei Parteien. In der Regel gestaltet es sich so, dass ein interessierter Kreditnehmer auf dem Markt ein für ihn ansprechendes Kreditinstitut aufsucht, um mit diesem einen Darlehensvertrag abzuschließen. Während dieser Aktivitäten findet der reguläre Betrieb auf dem Kapital- und Geldmarkt statt, was sich in Form von z.B. variablen Zinssätzen auf den Markt der Kredite nachweislich auswirkt.

Wo kommt der Markt vor?

Er ist Teil des Geld- und Kapitalmarktes und stellt einen in sich geschlossenen, aber mit den anderen Märkten in beeinflussendem Wechselverhältnis stehenden, Markt dar, bei dem es um die Vermittlung und Transaktion von Geldbeträgen geht. Es ist kein physischer, regionaler Ort, sondern vielmehr ein gedankliches Konstrukt, dass zeitlich, räumlich und objektmäßig nicht in Struktur und Form gepresst werden kann. Auf diesem Markt werden Kredite angeboten, verhandelt, nachgefragt und schließlich abgeschlossen.

Wissenswertes rund ums Thema.

Ein Markt entsteht immer dann, wenn eine Nachfrage besteht … und die nachfrage nach Geld scheint eine nie enden Wollende zu sein. Auf einem Markt, auf dem Kredite angeboten werden, geht es also vornehmlich um die Nachfrage nach Geld und dessen Befriedigung. Ein Kredit ist somit Pedant zum monetären Geld.