Kreditbetrug

Was ist Kreditbetrug?

Kreditbetrug begeht, wer sich einen Kredit unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen oder durch das tätigen falscher Angaben beim Antrag erschleicht. Eine Falschangabe aus Versehen ist dabei nicht als Betrug zu werten. Wenn aber die Gesamtheit aller Angaben darauf schließen lässt, dass die Absicht bestand, das Geld durch eine scheinbare Verbesserung der eigenen Situation zu erhalten, handelt es sich um einen strafbaren Akt. Hierzu zählt auch das Fälschen von Dokumenten, zum Beispiel von Kontoauszügen oder Arbeitsverträgen, die somit eindeutig in der Absicht durchgeführt wurden, das vergebende Institut zu täuschen. Eine solche Handlung kann mit einer hohen Geldstrafe oder mehreren Jahren Haft bestraft werden.

Wo kommt Kreditbetrug vor?

Ein entsprechender Betrug findet als erstes natürlich in Banken statt, wenn entsprechende Unterlagen gefälscht und dann zur Prüfung der Kreditvergabe vorgelegt werden. Allerdings werden die Taten heute auch immer häufiger über das Internet begangen, wenn zum Beispiel über die Plattformen der Banken falsche Angaben in den Online-Anträgen gemacht werden. Betrug dieser Art findet vor allem auch bei Dispositionskrediten statt, wenn geschönte Zahlen dazu dienen sollen, den eigenen Kreditrahmen auf dem Konto zu erhöhen. Letzt kann auch das Fälschen von Kreditkarten in diesen Bereich eingeordnet werden, denn hierbei werden ebenfalls Gelder erhalten, die aus einen Kreditrahmen bezogen werden.

Weitere Informationen

Ein Betrug mit Krediten ist allerdings nur dann gegeben, wenn die Absicht dem Täter genau nachgewiesen werden. Fehlerhafte Angaben sind nicht als ein solcher zu werten, wenn aus ihnen nicht zu erkennen ist, dass kein Vorteil von bezogen werden kann. Kreditbetrüger müssen dabei mit empfindlichen strafen rechnen, denn das Gesetz kennt hier keinen Unterschied zum normalen Betrug. Die Strafen können sich in schweren Fällen auf mehrere Jahre belaufen, wobei bereits die Geldstrafen in einem erheblichen Maße ausfallen. Bereits der Versuch des Betruges ist strafbar, sodass schon beim Erkennen einer Absicht die Ermittlungen in einem Offizialdelikt durchgeführt werden.