Katasteramt

Was ist ein Kataster?

Kataster ist ein altdeutscher Ausdruck für Register, Verzeichnis, Liste aber auch Stapel oder Menge. Er wurde und wird auch heute noch vor allem im Zusammenhang mit Flurstücken, Grundstücken und Gebäuden benutzt. Dieses Kataster wird Liegenschaftskataster genannt. Aber auch über andere Dinge und Sachverhalte gibt es Kataster, so zum Beispiel ein Jagdkataster, ein Weinkataster, ein Altlastenkataster, ein Grünflächenkataster etc.

Was genau ist das Katasteramt?

Das Katasteramt ist eine Behörde, die für die Vermessung und Kartierung aller Liegenschaften innerhalb eines Bundeslandes verantwortlich ist. Deshalb heißt sie in einigen Bundesländern auch Liegenschaftsamt oder Vermessungsamt. Hier wird das Liegenschaftskataster betreut, in dem alle Grundstücke der jeweiligen Region verzeichnet sind und das Angaben über die jeweiligen Eigentümer enthält.

Wozu braucht man ein Katasteramt?

Ganz besonders wichtig ist es für Grundstückseigentümer und für Bauherren, wenn diese exakte amtliche Grundstücksunterlagen benötigen. So brauchen sie zum Beispiel bei einem Bauantrag eine sogenannte Flurkarte. In dieser ist nicht nur das zu bebauende Grundstück genau eingemessen, sondern auch die Nachbargrundstücke. So ist zu sehen, wie das Grundstück geschnitten ist, in welche Himmelsrichtung es ausgerichtet ist, ob es an Straßen, an Gewässer, an Eisenbahnlinien, an Naturschutzgebiete, Gewerbegebiete, Deponien oder ähnliches grenzt. Das ist nicht nur sehr wichtig zu wissen, wenn man ein Grundstück kaufen will, auch die Kreditbanken, die Versicherungen und natürlich die Architekten benötigen die Informationen mit denen sie sich einen erstklassigen Überblick über ein Grundstück verschaffen können.