Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss, auch oft als Gewinn nach Steuern bezeichnet, findet sich in der handelsrechtlichen Gewinn-und-Verlust-Rechnung, welche ein Kaufmann gem. § 242 Abs. 2 HGB aufzustellen hat, wieder und beschreibt hierbei die positive Differenz aus Erträgen und Aufwendungen einer Rechnungsperiode. Sollte die Differenz dieser beiden Posten negativ sein, so spricht man von einem Jahresfehlbetrag.

Berechnung des Jahresüberschusses

Genauer betrachtet kann der Jahresgewinn über zwei verschiedene Arten berechnet werden. Dabei unterscheidet man zwischen Gesamt- und Umsatzkostenverfahren. Beim Gesamtkostenverfahren werden den Verkäufen einer Wirtschaftsperiode die gesamten Aufwendungen derselben Zeitspanne gegenübergestellt. Im Gegensatz dazu werden beim Umsatzkostenverfahren den Verkäufen einer Periode direkt die Herstellungskosten dieser Verkäufe nebeneinandergestellt. Letztendlich kommen allerdings beide Verfahren zu einem gleichen Ergebnis.

Ausschüttung des Gewinns

Dieser, aus Abschnitt zwei resultierende Betrag kann im Normalfall an die Eigentümer eines Unternehmens ausgeschüttet werden. Um allerdings als Aktiengesellschaft einen Teil des Jahresüberschusses in Form einer Dividende an die Aktionäre ausschütten zu können, muss zunächst ein Bruchteil des Gewinns nach Steuern in die gesetzliche Rücklage eingestellt werden, bis diese 10% des Grundkapitals erreicht, gem. § 150 AktG. Der überbleibende Betrag kann beispielsweise durch den Vorstand als Rücklage eingestellt oder als Gewinnvortrag in die Folgeperiode übernommen werden. Danach kann die überbleibende Summe in den Bilanzgewinn übergeleitet werden, welche an die Aktionäre ausgeschüttet werden darf. Allerdings kann für diese Berechnungen der Jahresfehlbetrag nicht herangezogen werden.