Inzahlungnahme

Wird etwas neues gekauft, kann etwas altes in Zahlung gegeben werden. Das bedeutet: Ein gebrauchter Gegenstand wird dem Händler übereignet – und dieser gibt dem Kunden dann einen entsprechenden Rabatt. Dieser Rabatt sollte so hoch sein, wie der Wert des in Zahlung gegebenen Gutes. Bekannt ist die Inzahlungnahme vor allem beim Autokauf. Händler kaufen gebrauchte Autos an – und gewähren dann einen Preisnachlass auf den Neuwagen. Für den Kunden bedeutet das vor allem weniger Stress. Denn er muss sich nicht mehr um einen Käufer für sein altes kümmern. Der Händler nimmt es ihm ab, bereitet es auf und verkauft es neu. Ein bisschen Information braucht es im Vornherein aber dennoch. Der Kunden sollte den Wert seines gebrauchten Autos kennen – und unter Umständen ein Vergleichsangebot einholen. So kann er entscheiden, welches Angebot das günstigste ist. Oft lockt der Händler noch mit weiteren Rabatten, wenn das Auto in Zahlung gegeben wird.

Relativ neu ist die Inzahlungnahme im Elektronik-Bereich. Viele Händler locken mit Rabatten, wenn ein altes Gerät in Zahlung gegeben wird. Vor allem bei Rasierern ist das eine beliebte Strategie. Hier geht es nicht darum, die gebrauchten Geräte zu verkaufen. Die Möglichkeit der Inzahlungnahme ist hier vielmehr als bloßer Kaufanreiz gedacht. Die Händler bieten ihren Kunden in der Regel an, das alte Gerät zu entsorgen – und hoffen, dass er sich ein neues bei ihnen kauft. Der Rabatt, der für diesen Tausch geboten wird, hat im Normalfall nichts mit dem realen Restwert zu tun.