Insolvenz

Was ist eine Insolvenz?

Kann ein Schuldner seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinem Gläubiger nicht mehr erfüllen, spricht man von einer Insolvenz. In der juristischen Sprache wurde Konkurs dadurch abgelöst. Merkmale sind eine akute Zahlungsunfähigkeit oder eine Überschuldung, aus der heraus eine Zahlungsunfähigkeit droht. Zum Beispiele können laufende Kredite nicht mehr bedient oder offene Rechnungen nicht gezahlt werden. Nach dem Eintritt dürfen keine weiteren Vertragsgeschäfte mehr eingegangen werden.

Das Insolvenzverfahren wird auf Antrag des Schuldners oder mindestens eines Gläubigers eröffnet. Dieses dient dem Zweck das verbliebene Vermögen festzustellen und daraus Ansprüche des Gläubigers befriedigen zu können. Eine geordnete Abwicklung ist vor allem bei Firmen das Ziel bei einer Pleite.

Wo kommt eine Insolvenz vor?

Der Begriff kommt sowohl im privaten als auch gewerblichen Bereich vor. Für Unternehmen regelt das deutsche Insolvenzrecht, wann diese anzumelden ist. Wird die Insolvenzerklärung nicht rechtzeitig gestellt, kann dies mit einer Strafe verfolgt werden. Bei einer Privatinsolvenz wird bei natürlichen Personen in Deutschland ein Verbraucherinsolvenzverfahren durchgeführt. Nach einer Wohlverhaltensphase wird den Betroffenen durch eine Restschuldbefreiung ermöglicht wieder schuldenfrei zu werden. Häufige Ursachen für eine akute Zahlungsunfähigkeit sind im privaten Bereich Scheidung, schwere Krankheit oder Arbeitslosigkeit.

Was gibt es noch dazu zu sagen?

Schuldnerberatungen helfen bei dauerhaften finanziellen Engpässen weiter. Sie unterstützen bei Verhandlungen mit Gläubigern und suchen nach Kostenersparnissen im privaten Haushalten. Diese Stellen bieten eine umfassende Beratung zu allen Fragen bei übermäßiger Verschuldung an.