Inkasso

Wenn das Inkasso Büro einen Brief schreibt, wird es unangenehm für den Verbraucher. Denn das bedeutet, er hat eine offene Rechnung noch nicht bezahlt. Der Händler hat diese Forderung wiederum an ein Inkasso-Büro verkauft. Dieses versucht nun seinerseits den Betrag beim Konsumenten einzutreiben. Ganz umsonst ist diese Leistung nicht. Das Inkasso-Unternehmen ist schließlich in Vorleistung gegangen, hat dem Händler den fälligen Betrag bezahlt – und ein gewisses Risiko in Kauf genommen. Und das muss nun der Konsument bezahlen.

Wenn das Inkasso Schreiben ins Haus flattert, geschieht dies nicht aus heiterem Himmel. Vor dem Schreiben kamen bereits etliche Mahnungen des Händlers – und der Verbraucher hat sie ignoriert. Oder konnte die Forderung schlicht nicht begleichen. Erst dann kommt das Inkasso-Büro ins Spiel. Es hat sich auf den Einzug von nicht bezahlten Rechnungen spezialisiert – und versucht dem Verbraucher letztlich dabei zu helfen, diese Schuld zu bezahlen. Hier werden oft Ratenzahlungen angeboten, die für den Schuldner machbar sind.

Für die Verbraucher ist es wichtig zu wissen, dass Inkasso-Büros oft einen Eintrag in die Schufa veranlassen. Das heißt die Kreditwürdigkeit des säumigen Konsumenten sinkt. Ist die Forderung beglichen muss ein Erledigungsvermerk in das Verzeichnis eingetragen werden. Gelöscht wird der Eintrag dann noch nicht – das ist erst drei Jahre später der Fall.