Immobilienblase

Unter einer Immobilienblase versteht man eine Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt: Aufgrund eines Überflusses an Kapital und entsprechender Nachfrage steigen die Immobilienpreise über einen längeren Zeitraum hinweg derartig stark an, dass die Investionen in der Folge durch die Renditen nicht mehr gedeckt sind. Dann platzt die Blase, Kredite können nicht mehr zurückbezahlt werden, Häuser werden zwangsversteigert oder fallen an die Banken. Die Preise stabilisieren in der Folge meist sich auf einem niedrigeren Niveau.

Wann man es mit einer Immobilienblase zu tun hat, lässt sich meist erst im Nachhinein verlässlich sagen. Selbst die sogennante Subprime-Krise des privaten Wohneigentums in den USA, die zur weltweiten Finanzkrise führte, war auch von Brancheninsider in dieser Form nicht vorhergesehen worden: Fallende Immobilienwerte hatten bei extrem hohen Tilgunszeiträumen und entsprechend niedrigen Raten die Geldhäuser in finanzielle Verlegenheit gebracht. Diese hatten auf steigende Preise spekuliert, der Markt hatte sich jedoch gänzlich anders entwickelt.

Wie bei allen anderen Marktentwicklungen steuern Immobilienpreise zyklisch ein Hoch an, auf welches ein Tief folgt. Ob sich dieser Zyklus krisenhaft gestaltet, das hängt unter anderem davon ab, wie schnell bzw. wie nachhaltig das Nachfragehoch zustande kommt. Zum Beispiel hat die Finanzkrise dazu geführt, dass Kapital aus anderen Marktseqmenten in den Immobiliensektor geflohen ist, weil dieser vermeintlich mehr Renditesicherheit birgt. Dadurch sind die Preise in den deutschen Großstädten explosionsartig gestiegen. Man spricht diesbezüglich auch von der „Überhitzung“ des Immobilienmarktes. Eine Immobilienblase kann darauf folgen, muss aber nicht.