Haftkapital

Was ist Haftkapital?

Dieser Begriff bezeichnet jenes Kapital, mit dem von den Gesellschaftern gegenüber Gläubigern gehaftet wird. Abhängig von der Gesellschaftsform kann es als „unbeschränktes Haftungskapital“ oder auch als „Kapital mit beschränkter Haftung“ im Handelsregister eingetragen werden. Im Fachjargon wird von „gezeichnetem“ Kapital gesprochen,

Wo kommt Haftkapital vor?

Diese Kapitalform findet sich bei Personen- und Kapitalgesellschaften. Als Gesellschaftsform zu nennen ist in Deutschland die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR), die Kommanditgesellschaft (KG), die offene Handelsgesellschaft (OHG), die Kommanditgesellschaft (KG) sowie die GmbH&Co. KG). Es handelt sich dabei um den Betrag, mit dem die eingetragenen Gesellschafter (Hafter) bezüglich der Verbindlichkeiten der Gesellschaften in der Haftung stehen. Unterschieden wird zwischen Vollhaftern, den Komplementären und Einzelkaufleuten sowie den Teilhaftern, die als Kommanditisten, Aktionäre und GmbH-Gesellschafter auftreten. Bei Vollhaftern erstreckt sich jedoch die Haftung auch auf deren Privatvermögen. Bei Teilhaftern ist es das Einlagevermögen. Wurde das Haftungskapital vollständig eingezahlt, können die Gläubiger von Kapitalgesellschaften nur über das Gesellschaftsvermögen verfügen, um Ihre Forderungen zu befriedigen. Im Handelsregister muss das Haftungskapital eingetragen werden.

Was gibt es noch zu Haftkapital zu sagen?

Zur Anwendung in einer GmbH ist folgender Sachverhalt zu beachten. Das hier nicht mit dem Privatkapital gehaftet wird, ist falsch. Gegenüber den Gläubigern haftet die GmbH über das Haftungskapital hinaus mit dem gesamten Vermögen. Nur die Gesellschafter sind davon ausgenommen. Ihre Haftung beschränkt sich auf die Einlagen und eventuelle Nachschüsse.