Grundbuch

Was ist ein Grundbuch?

Das Grundbuch ist ein öffentliches Verzeichnis.Die Eigentumsverhältnisse von Grundstücken werden in diesem Verzeichnis eingetragen. Erbaurecht und Wohnungseigentum wird ebenfalls eingetragen. Das Verzeichnis wird vom Amtsgericht geführt. Die genaue Größe und Lage eines Grundstücks ist vermerkt. Die Bezeichnung des Grundstücks richtet sich nach dem Kataster. Gemarkung, Flur und Flurstück werden aufgeführt.

Das Grundbuch besteht aus drei Abteilungen. In der ersten Abteilung befinden sich die Angaben zu dem Eigentümer eines Grundstücks. Erbauberechtigte sind ebenfalls hier eingetragen. In der zweiten Abteilung werden Lasten und Beschränkungen aufgeführt, die nicht zu der dritten Abteilung gehören. Dazu gehören Auflassungvormerkungen zur Sicherung des Anspruchs auf Eigentum, Vorkaufsrechte, Wohnrechte, laufende Insolvenzverfahren und Testamentsvollstreckungen. Eine Auflassung wird zum Beispiel eingetragen, wenn ein Grundstück beim Notar gekauft wurde und beurkundet wurde, aber noch nicht eingetragen ist. Die Eintragung dauert einige Zeit. Der neue Eigentümer ist mit einer Auflassungsvormerkung abgesichert. Ein Grundstücksverkauf wird erst nach der Eintragung rechtskräftig. In der dritten Abteilung sind die Grundpfandrechte eingetragen. Grundpfandrechte sind Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden.

Sämtliche Vorgänge, die ein Grundstück betreffen bleiben im Grundbuch nachvollziehbar. Löschungen werden rot unterstrichen und mit einem Vermerk versehen. Grundsätzlich kann jeder Einsicht nehmen. Es muss allerdings ein berechtigtes Interesse vorliegen. Ein Kaufinteresse zählt nicht als Berechtigung. Bei Kaufinteresse ist die Vorlage der Vollmacht des Eigentümers erforderlich. Dieses Vorgehen dient dem Datenschutz.