Haus, Hof und Garten

Zweifellos gehört ein Eigenheim bzw. ein Garten zu den Wünschen und Träumen, den die meisten Menschen hierzulande haben. Einerseits aufgrund damit verbundenen Lebensqualität und Freiheit. Andererseits wird Wohneigentum auch aus finanzieller Sicht sehr geschätzt – auch als eigene Altersvorsorge. Allerdings gilt auch in Bezug auf Wohneigentum, dass „Eigentum verpflichtet“. Haus, Hof und Garten müssen finanziell unterhalten und gepflegt werden, damit diese seinen Besitzern bzw. Nutzern auch langfristig echte Vorteile bringen. Im Folgenden sind einige wichtige Kostenpunkte erläutert, die Haus, Hof und Garten mit sich bringen können.

Sanierungen und Renovierungen

Kredit für Sanierungen und Renovierungen am HausSelbst wenn Eigenheimbesitzer ihr Gebäude erst neu errichtet haben, sollten sie niemals die Kosten für spätere Renovierungen und Sanierungen vergessen. Denn auch neue Gebäude bleiben nicht ewig jung.

Während einfache Renovierungen finanziell nicht allzu stark zu Buche schlagen, ist das im Falle erforderlicher Sanierungen anders. Bereits ab einem Immobilienalter von 10 Jahren müssen Eigentümer mit ersten Ausgaben rechnen. So wird etwa ein neuer Außenanstrich nötig. Die Kosten dafür liegen in Höhe von 20 Euro bis 30 Euro je Quadratmeter. Ab einem Immobilienalter von 20 bis 25 Jahren fallen Kosten für Heizkessel bzw. Wärmepumpe an (ca. 6.000 Euro bzw. 12.000 Euro). Der gleiche Nutzungszeitraum gilt beispielsweise fürs Bad (rund 12.000 Euro). Spätere Kosten fallen zum Beispiel für neuen Außenputz, neue Fenster und Türen oder eine neue Dacheindeckung an.

Modernisierungen und Erweiterungen

ModernisierungskreditUnabhängig von nötigen Sanierungen sind weitere Maßnahmen nötig, um die eigene Immobilie attraktiv und energieeffizient zu halten. Dazu gehören beispielsweise Thermische Solaranlage oder Fotovoltaikanlage. Aber auch Maßnahmen wie Einbau von Kamin, Whirlpool oder Alarmanlage veranlassen viele Immobilieneigentümer nachträglich. Übrigens können es auch gewisse Umstände des Lebens sein, die ein An- oder Umbau von Wohnraume erforderlich – zum Beispiel die Einrichtung eines (weiteren) Kinderzimmers.

Anschaffung eines Pools bzw. Schwimmteichs

Kredit für einen Swimmingpool oder SchwimmteichAuch ein Schwimmteich oder Pool im Garten kann die Attraktivität des eigenen Immobilienbesitzes stark erhöhen. Dabei gehören Schwimmteich bzw. Pool sicher zu den aufwendigsten und damit häufig kostenintensiveren Projekten, die Hauseigentümer angehen.

Wie hoch genau die Kosten letztendlich ausfallen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei spielen nicht nur die Größe des Pools bzw. Schwimmteichs eine wesentliche Rolle. Auch örtliche Gegebenheiten (Lage, Bodenbeschaffenheit u.s.w.) und die eingesetzte Technik bzw. Bepflanzungsumfang sind mitentscheidend. Letztendlich ist zudem wichtig, ob Hausherren zumindest Teile der anfallenden Arbeiten in Eigenregie übernehmen können oder nicht. Im Allgemeinen sollten Interessenten um 20.000 Euro einplanen, wenn der Traum vom eigenen Pool bzw. Schwimmteich in die Tat umgesetzt werden soll.

Gartenanlage bzw. Gartengestaltung

Kredit für Gartengestaltung und GartenDie Gestaltung des Gartens kommt im Rahmen eines Neubaus häufig zu kurz. Verständlich, denn viele angehende Bauherren beschäftigen sich zunächst ausschließlich mit Entscheidungen rund um die eigene Traumimmobilie. Dabei dürfen die Gestaltung des Gartens bzw. die damit zusammenhängenden Kosten keinesfalls vergessen werden. Und unabhängig davon, ob eine Gartengestaltung im Zusammenhang mit einem Neubau oder nachträglich erfolgt – Aufwand und Kosten dafür sind meist deutlich höher als zunächst gedacht.

Zunächst können Kosten für die theoretische Gestaltung des Gartens anfallen. Zumindest dann, wenn Eigentümer eine professionelle Gartenplanung in Auftrag geben. Die in diesem Zusammenhang angebotenen Dienstleistungen unterteilen sich dabei oftmals in unterschiedliche Bereiche. Wird nur die Gestaltung gewünscht, fallen die Kosten noch relativ niedrig aus. Soll ein Gartenplaner auch die Umsetzung begleiten, sind die anfallenden Kosten meist deutlich höher.

Unabhängig davon, ob ein Garten- bzw. Landschaftsplaner eingebunden ist, fallen weitere Kosten an. So kaufen Immobilienbesitzer mehr oder weniger zahlreiche Bäume bzw. Pflanzen. Gerade schlagen vor allem bereits größere Bäume schnell mit mehreren Hundert Euro pro Stück zu Buche. Gleiches gilt, wenn ausgefallene Pflanzen- oder Baumsorten gewünscht werden. Weitere Gestaltungselemente wie Rasenkanten aus Metall ergeben den nächsten nicht zu unterschätzenden Kostenpunkt. Die Kosten dafür sind individuell stark unterschiedlich. Ausschlaggebend dafür sind Umfang und Qualität des eingesetzten Materials.

Pflasterarbeiten

Kredit für PflasterarbeitenPflasterarbeiten im Hof oder im Garten sind ein echtes „Thema für sich“ – und damit auch ein eigenständiger Kostenpunkt. Wie auch im Zusammenhang mit der Gartengestaltung gilt auch für Pflasterarbeiten, dass deren Kostenhöhe individuell unterschiedlich hoch ist. Denn zum einen hängen die Kosten von den gewählten Materialien ab. Die Preise pro Quadratmeter reichen in der Praxis von rund 10 Euro bis 200 Euro und mehr. Hinzu kommen Kosten für den Unterbau des gewählten Pflasters. Zum Einsatz kommen dabei häufig Kies sowie Recycling-Material. Die Kosten dafür bewegen sich meist im Bereich von 5 bis 10 Euro je Quadratmeter.

Neben den reinen Materialkosten sind es die Kosten für den Arbeitsaufwand, welche Pflasterarbeiten sehr kostenintensiv werden lassen. Natürlich sind diese stark Anbieterabhängig und damit wiederum unterschiedlich. Je nach gewähltem Material sollten Immobilieneigentümer mit Gesamtkosten in Höhe von 100 Euro bis 200 Euro je Quadratmeter für Pflasterarbeiten rechnen.

Ein weiterer Kostenfaktor können dabei eventuell gewünschte Erdarbeiten sein. Diese gehen vor allem dann ins Geld, wenn die Arbeiten sehr zeitintensiv sind oder schweres Gerät erfordern. Dies gilt natürlich nicht nur für die Vorbereitung von Pflasterarbeiten. Auch im Zusammenhang mit der Gartengestaltung gelten alle Formen von Erdarbeiten als ernstzunehmender Kostenfaktor.

Erschaffung bzw. Neugestaltung von Nebengebäuden

Kredit für Erschaffung bzw. Neugestaltung von NebengebäudenNebengebäude können vor allem neu errichtete Wohnhäuser äußerst bereichern. Aber auch bei bestehenden Immobilien wird die Erschaffung oder Instandsetzung eines Nebengebäudes gegebenenfalls erforderlich. Auch die dafür entstehenden Kosten können für Immobilieneigentümer zu Belastung werden. Und das, obwohl Nebengebäude meist natürlich nicht über den bautechnischen Standard eines Wohnhauses verfügen.

Kostenpunkt für Dämmung und Ähnliches entfallen beim Bau eines reinen Nebengebäudes. Ein Großteil der im Rahmen eines Hausbaus üblichen Kostenaspekte bleibt jedoch. Dazu zählen etwa die Kosten für Bodenplatte und Mauerwerk, Kosten für Dach und Fenster bzw. Türen und Tore. Nicht zuletzt fallen die üblichen Aufwendungen für den Innen- und Außenputz an. Gerade wenn sich ein Nebengebäude optisch am Wohnhaus orientieren soll, bleibt letzterer Kostenpunkt praktisch unvermeidbar.

Maschinen und Geräte

Kredit für Gartenmaschinen und LandwirtschaftsfahrzeugeImmobilienbesitzer, die auch Hof und Garten ihr Eigen nennen können, benötigen im Regelfall diverse Maschinen und Geräte – zum Beispiel für die Rasenpflege. So etwa Rasenmäher bzw. Mähroboter oder Rasentraktor, Rasentrimmer und gegebenenfalls Freischneider. Geräte, die unter dem Strich beachtliche Kosten verursachen können. Nicht zuletzt entstehen für elektrische oder benzinbetriebene Geräte laufende Kosten. Einerseits für die benötigte Energie bzw. den Treibstoff. Andererseits auch für Wartung und Instandhaltung.

Doch auch abseits der Rasenpflege existieren potenzielle Kosten, die Grundbesitzer berücksichtigen sollten. Ist beispielsweise eine Werkstatt vorhanden, sind auch dafür gewisse Ausgaben vorprogrammiert. Je nach handwerklichem Anspruch werden Ausgaben für die eine oder andere Maschine erforderlich. Allerdings handelt es sich dabei durchaus um Ausgaben, mit denen sich spätere Kosten vermeiden lassen. Denn Maschinen ermöglichen es beispielsweise, alte Möbel zu überarbeiten und Ähnliches.

Wintergarten

Kredit für einen WintergartenDer sogenannte Wintergarten gilt als wohl beliebtester Klassiker der Haus- bzw. Wohnraumerweiterung. Dabei handelt es sich um einen meist komplett verglasten Anbau ans bestehende Gebäude. Die Ausstattung des Wintergartens kann sehr unterschiedlich (hochwertig) sein, wobei gerade dessen Ausstattung maßgeblichen Einfluss auf die anfallenden Errichtungskosten hat. Gleiches gilt in Bezug darauf, ob der Wintergarten beheizt wird oder nicht. Auch die Größe des Wintergartens hat großen Einfluss auf die Kosten.

Als preisgünstigste Form des Wintergartens gilt der ungedämmte Kaltwintergarten, der über keine integrierte Heizung verfügt. Die Kosten dafür liegen im Bereich zwischen 400 Euro und 800 Euro je Quadratmeter. Für Mehrfachverglasung und gedämmte Profile müssen nochmals 100 Euro bis 300 Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden. Wird ein Wintergarten an die Hausheizung angeschlossen, sind Aufwand und Kosten entsprechend höher. Ein sogenannter Wohnwintergarten kann schnell Gesamtkosten In Höhe von 50.000 Euro verursachen, erweitert den vollwertigen Wohnraum einer Immobilie allerdings entsprechend seiner Größe.